Kupfer

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Kupfer (Cu) ist ein chemisches Element und zählt zu den schwach reaktiven Schwermetallen.


Inhaltsverzeichnis


Kupfer im Aquarienwasser

Durch die Behandlung mit kupferhaltigen Medikamenten, durch die Zugabe von kupferhaltigem Dünger und durch falsches Füttern, etwa mit Kaninchenpellets kann Kupfer ins Becken gelangen.


Kupfer als wichtiges Spurenelement

Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement für Pflanzen und Tiere. Pflanzen benötigen Kupfer bei der Photosynthese und Tiere haben Kupfer bspw. in ihrem roten Blutfarbstoff.


Kupfer als Schadstoff

Giftigkeit von Kupfer
0,02 - 0,03 mg/l schädlich für Garnelen
0,03 mg/l schädlich für Algen
0,08 mg/l schädlich für Wasserpflanzen
0,10 mg/l schädlich für Fische
3,00 mg/l schädlich für Menschen

Kupfer ist ein Schwermetall und kann ab einer bestimmten Konzentration für viele Aquarienbewohner schädlich und sogar tödlich sein. Besonders Wirbellose wie Garnelen und Schnecken reagieren hochempfindlich auf Kupfer im Aquarienwasser. Des Weiteren reagieren auch die Filterbakterien empfindlich auf erhöhte Kupferwerte. Die Giftigkeit von Kupfer ist abhängig von der Anzahl freier Cu2+-Ionen. So lange die Ionen freibleiben, ist Kupfer reaktionsfreudig und giftig. Kupfer hat die Eigenschaft, sich besonders im Bodengrund anzureichern und so bei den Bodenbewohnern für eine hohe Belastung zu sorgen. Da Menschen gegenüber Kupfer relativ unempfindlich sind wird die Giftigkeit gegenüber Aquarienbewohnern häufig unterschätzt. Das Leitungswasser kann Kupfermengen enthalten die für Garnelen tödlich, aber für den Menschen ungefährlich sind.


Den Kupfergehalt messen

Kupfertest der Firma Sera

Gemessen wird der Kupfergehalt mit Tröpfchenentests, die durch ein Vergleichen der Indikatorfarbe mit einer Farbkarte den quantitativen Wert anzeigen. Der Wert wird in mg/L oder ppm (parts per million) angegeben. Kupfer sollte im Aquarium nicht nachweisbar sein. Auch wenn ein Test kein Kupfer nachweist, besteht die Möglichkeit, dass eine frühere medikamentöse Behandlung mit einem Kupferpräparat für Spätschäden sorgt.


Kupfer aus dem Wasser entfernen

  • Wasser aus Kupferleitungen wenige Minuten ablaufen lassen bis alle evtl. gelösten Kupferrückstände abgelaufen sind
  • Filterung über Torf (nur bei Cu-Gehalt in nicht schädlicher Menge)
  • Durch Verwendung von Wasser aus einer Osmose- oder Ionentauscheranlage von vornherein vermeiden, das Kupfer ins Becken gerät.
  • Filterung über Aktivkohle (entfernt nur einen Teil des Kupfers und muss anschließend entfernt werden, da diese, wenn sie gesättigt ist, die Schadstoffe wieder abgibt.)
  • Verwendung von Wasseraufbereitern verschiedener Hersteller aus dem Fachhandel
    • Diese chelatieren (maskieren und unschädlich machen) die freien Kupferionen. Das chelatierte Kupfer bleibt jedoch im Aquarium zurück und muss durch Wasserwechsel entfernt werden, da es sich sonst rücklösen und für Schäden sorgen kann.


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